So funktioniert Fermentation
Milchsäurebakterien arbeiten am besten bei 2–3 % Salzgehalt und Raumtemperatur.
Das Grundprinzip ist immer gleich – es gibt nur zwei Wege zur Lake.
Methode 1: Nassfermentation
Ideal für feste Gemüse wie Möhren, Kohlrabi oder Blumenkohl.
Salz im Wasser vollständig auflösen.
Gemüse in Sticks oder grobe Stücke schneiden (ca. 1–2 cm).
Gemüse dicht ins Glas schichten, nach Belieben würzen.
Mit Salzlake auffüllen, bis alles komplett bedeckt ist.
Gemüse beschweren.
Zum Glasrand etwas Platz lassen (Gärung erzeugt Volumen).
Glas geschlossen bei Zimmertemperatur auf einen Teller stellen.
Mindestens 4 Tage fermentieren, danach
1–2 Wochen kühl reifen lassen (Kühlschrank, Keller).
Methode 2: Trockenfermentation
Perfekt für wasserreiches Gemüse wie Weißkohl.
Gemüse fein schneiden oder hobeln.
Salz direkt unter das Gemüse mischen.
Kräftig kneten, bis Saft austritt.
Gemüse mitsamt Saft ins Glas pressen.
Oberfläche vollständig mit Flüssigkeit bedecken.
Beschweren, Glas schließen, fermentieren lassen
Während der Fermentation
Glas geschlossen lassen.
Weißer Film (Kahmhefe) kann entstehen → vorsichtig abschöpfen.
Immer mit sauberem Besteck arbeiten
Haltbarkeit
Nach abgeschlossener Fermentation ist das Gemüse im Kühlschrank
mindestens 6 Monate haltbar.
Gemüse nach Geschmack
(alles, was roh essbar ist – z. B. Kohl, Möhren, Kohlrabi, Rote Bete)
1 Drahtbügelglas
Salz & Wasser
Nassfermentation: 20–30 g Salz pro 1 l Wasser
Trockenfermentation: 2–3 % Salz vom Gemüsegewicht
Etwas zum Beschweren
(z. B. Holzstäbchen, saubere Kieselsteine oder Murmeln im Netz)
Optional: Gewürze
Pfefferkörner, Lorbeer, Rosmarin, Chili, Knoblauch